On Tour mit dem Xtend Breeze 2 in der Mongolei

Es folgt ein Erfahrungbericht von Jörg O. & Britta Schwarzer.
Wir haben uns das Breeze 2 Anfang des Jahres 2007 zugelegt und es im Frühjahr bei einer zweiwöchigen Tour durch die französischen Pyrenäen und im Sommer bei einer mehrwöchigen Radtour durch die Mongolei eingesetzt. Das Zelt war Temperaturen von etwas unter Null bis über 40°C, starkem Wind sowie heftigem Regen ausgesetzt. Ferner erwies sich die mongolische Steppe als zum Teil sehr steinig, dornig und staubig.
Außenzelt
Nach dem Dichten der Nähte mit dem beigefügten Nahtdichter war das Breeze 2 absolut wasserdicht. Die mit Mückennetzen versehene Lüftung funktioniert schon bei leichtem Wind. Das Kondenswasserproblem bleibt aber, wie bei jedem Kunststoffaußenzelt, erhalten. Die Verarbeitung macht einen Guten Eindruck, alle belasteten Ecken sind verstärkt. Abspannleinen sind reichlich vorhanden und durchdacht angebracht. Das Zelt hielt auch den richtungswechselnden mongolischen Winden problemlos stand. Den mittleren Gestängebogen fuckelt man besser mit zwei Personen in den Kanal, er bleibt gern an den etwas zu vielen Nähten und Überlappungen hängen. Das Material des Außenzelts ist nicht richtig blickdicht. Das zusätzliche Mückennetz im einzigen Eingang erwies sich als nützliches Accessoire.
Innenzelt
Das Innenzelt ist bei unserem Modell 20cm breiter und 10cm kürzer als angegeben, dementsprechend schlabberig sitzt es im Außenzelt. Die Reißverschlusszipper des Eingangs laufen an einer äußeren Seite des Eingans zusammen, so dass sie nur von einer Person zu erreichen sind. Diese Konstruktion hat den argen Nachteil, dass der andere Schläfer nur unter großen Umständen das Innenzelt öffnen kann und der Mitschläfer wach wird. Bei geöffnetem Innenzelt lässt sich der Eingang allerdings gut seitlich einrollen und stört nicht. Das Innenzelt ist relativ gut belüftet, da sich am Kopf- und Fußende Moskitonetze befinden.
Gestänge und Zubehör
Durch den geringen Durchmesser wirkt das Gestänge recht bruchanfällig, wir hatten aber keine Schwierigkeiten. Die Heringe erwiesen sich als gute Allrounder und ließen sich durch die verlängerten Enden auch gut aus dem Boden ziehen. Der Packsack ist extrem praxistauglich. Er hat Kompressionsriemen, ist trichterförmig und vom Volumen gut bemessen. D.h. er lässt sich gut packen und nimmt auch noch eine Zeltunterlage sowie diverse zusätzliche Heringe auf. Das verstaute Zelt hat ein angenehm geringes Packmaß und bringt 3,1kg auf die Waage (ohne Zeltunterlage).
Fazit
Wir hatten zu dem Zelt jederzeit vertrauen und waren froh nicht ein paar hundert Euro mehr für ein vergleichbares Zelt von bekannteren Herstellern investiert zu haben. Die Langlebigkeit des Bodens muss sich erst noch herausstellen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir das Breeze jedem empfehlen und würden es auch selbst wieder kaufen.
Weitere Informationen zum Xtend Breeze 2 finden Sie auf www.xtend-adventure.com
Hallo, wie sieht es mit dem Aufbau aus? Werden Innen- und Außenzelt gleichzeitig aufgebaut oder muss das Außenzelt später “übergeworfen” werden? Dem Beitrag darf man entnehmen, dass das Gestänge -wie bei Igluzelten usw. üblich- durch Gestängetunnel geschoben wird? Gruß. Volker.
Hallo Volker, das Breeze 2 hat ein aussenliegendes Gestänge (die Gestängekanäle verlaufen innen im Aussenzelt, es wird dadurch noch sturmstabiler). Innen- und Aussenzelt können in einem Arbeitsgang aufgebaut werden.
viele Grüße von Xtend – Roland