Zelte und ihre verschiedenen Typen
Zelte sind nicht gleich Zelte. Jeder Outdoor-Freund hat unterschiedliche Bedürfnisse oder legt auf andere Features Wert, die ein Zelt haben muss. So schätzt der Trekking-Fan leichtes Gewicht und einen schnellen Aufbau, wohingegen der klassische Camper Wert auf robuste Materialien und reichlich Komfort legt. Welche Zeltarten gibt es denn überhaupt und welches Zelt ist für mich und meine Bedürfnisse geeignet? Nachfolgend sehen Sie eine kurze Beschreibung der gängigsten Zelt-Arten:
Der wohl bekannteste Vertreter ist das Igluzelt, bzw. Kuppelzelt. Es zeichnet sich durch seine Kuppel- oder Iglu-Form aus. Diese Zelt-Form entsteht durch die gebogenen, überkreuz führenden Aufstellstäbe. Besonders bei Kindern ist diese Zelt-Art sehr beliebt, schmückt es doch im Sommer jeden zweiten Garten in kinderreichen Wohngegenden. Diese Zelte sind mit vier Heringen und Abspannleinen einfach im Boden befestigt werden.
Der große Bruder des Igluzelts ist das Geodät. Das Geodät ähnelt einer Halbkugel und besitzt mehrere Gestängebögen, die sich mehrmals kreuzen. Dies erhöht die Stabilität immens. Geodäten sind selbsttragend und werden mit Vorliebe auf Expeditionen und extremen Abenteuern eingesetzt. Aufgrund ihrer Konstruktion sind sie sehr stabil und weisen u.a. eine hohe Schneelast-Tauglichkeit auf. So sind Sie die Nummer 1 im Basislager naturkundlicher Expeditionen und Bergbesteigungen.
Einen beliebten Trend bilden die Wurfzelte. Sie werden einfach ausgepackt und auf den Campingplatz geworfen. Durch die meist aus flexiblem Fiberglas bestehenden Streben baut sich das Zelt rasch von selber auf. Das Gestänge ist ringförmig angeordnet und direkt mit dem Zelt verbunden. Geringes Gewicht und minimalster Zeitaufwand beim Aufbauen machen diese Zelte zu den Favoriten bei jungen Leuten, die es gerne unkompliziert und puristisch mögen. Allerdings möchten wir erwähnen, dass das Wurfzelt natürlich auch wieder in seine Tragetasche zurück möchte und der Abbau natürlich nicht so einfach geschieht wie der Aufbau.
Ein häufig auf Familien-Campingplätzen anzutreffender Zelt-Typ ist das Tunnelzelt. Das Tunnelzelt verdankt seinen Namen dem Aufbau, bzw. „Skelett“. Mehrere in Abständen hintereinander angeordnete, gebogene Streben ergeben ein tunnelartiges Design, welches dann in Schlaf-, Wohn- und Vorraum unterteilt ist. Oftmals kann der Vorraum durch separat erhältliche Zusatzkabinen erweitert werden und so 2 – 3 zusätzlichen Personen einen Schlafplatz bieten. Tunnelzelte benötigen unbedingt Heringe und Abspannleinen um stehen zu können.
Das Firstzelt: Firstzelte sind die Klassiker unter den Zelten. Wohl eine der ältesten Zelt-Formen und bis in die heutige Zeit beliebt, sieht man dieses Zelt auch heute noch – wenn auch nicht sehr oft. Diese Zelte bestehen grundsätzlich aus mind. zwei Säulen und einer Zeltplane. Von vorne erinnert diese Variante an ein Dreieck. Der Vorteil: Einfacher Auf- und Abbau, dank der simplen Konstruktion und wenigen verwendeten Materialien.
Tipis oder ugs. Indianerzelte gehören zur Familie der Gruppenzelte und sind die wohl bekanntesten Zeltformen. Ein Tipi eignet sich für große Camps in denen größere Gruppen ein Gruppenzelt als Schlafplatz oder Meeting-Point nutzen möchten. Durch das meist höhere Gewicht und den etwas länger dauernden Aufbau sind sie für längere Standzeiten geeignet. Ein Beispiel für die Nutzung dieser Gruppenzelte sind die Paläontologen und Fossilienjäger in den Badlands von Montana, USA. Die Ausgrabungsteams dort schätzen die wertvollen Eigenschaften dieser Zelte.









